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Sonntag, 24. Sep 2017
 
 

 

Die Regierung des Kantons Graubünden hat am 4. Mai 2010 mit Beschluss Nr. 402 in Anwendung von Art. 49 des Kantonalen Raumplanungsgesetzes (KGR) die von der Gemeindeversammlung am 25. August 2009 beschlossene Totalrevision des Baugesetzes (BauG) mit folgenden wesentlichen Vorbehalten und Ergänzungen genehmigt:

 

Art. 33

Die Gemeinde wird darauf hingewiesen, dass innerhalb der Naturschutzzone der Schutz der Vegetation erst ab einer Schneedecke von mindestens 30 cm gesetzten Schnee gewährleistet ist. Für allfällige Bewilligungen für Präparierungen bei einer dünneren Schneedecke ist in Absprache mit dem Amt für Natur und Umwelt (ANU) die Vegetation zu überwachen.

 

Art. 73

Für die Zeit ab dem 1. Juli 2013 wird das in Art. 73 Abs.1 BauG vorgesehene Jahres-kontingent für Zweitwohnungen von 2'100 m2 auf 600 m2 Geschossfläche reduziert. Vorbehalten bleibt eine allfällige höhere Kontingentszuteilung durch den Regionalen Richtplan aufgrund tourismusraum-spezifischer oder kommunaler Besonderheiten; diesfalls zieht die Regierung den vorstehenden Kontingentswert zu gegebener Zeit in Wiedererwägung.

 

Art. 75

Für die Zeit ab dem 1. Juli 2013 wird das Jahreskontingent pro Bauherrschaft gemäss Art. 75 Abs. 1 BauG von 600 m2 auf 300 m2 reduziert.

 

Art. 79

Die Gemeinde wird angewiesen, bei der Erteilung von Baufreigaben im Sinne von Art. 79 Abs. 1 BauG auf der Basis des bis 1. Juli 2013 noch geltenden Kontingentswertes von 2'100 m2 Geschossfläche dafür zu sorgen, dass ab 1. Juli 2013 das tiefere Kontingent (600 m2) jederzeit eingehalten wird.

 

Art. 81

Für die Zeit ab dem 1. Juli 2013 wird der in Art. 81 BauG enthaltene Wert von 600 m2 auf 300 m2 reduziert.

 

 

Das genehmigte Baugesetz und der vollständige Regierungsbeschluss liegen in der Gemeindekanzlei auf und können eingesehen werden. Gegen die darin enthaltenen Vorbehalte und Ergänzungen kann innert 30 Tagen ab dem Publikationsdatum gestützt auf Art. 102 Abs. 1 KRG und nach Massgabe des kant. Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG) beim Verwaltungsgericht Graubünden, Obere Plessurstrasse 1, 7001 Chur, Beschwerde erhoben werden.

 

 

Lantsch/Lenz, 17. Mai 2010                                   Der Gemeindevorstand