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Samstag, 23. Sep 2017
 
 

 

Nein zum Warme-Betten-Projekt „Aclas Ela“ in Lantsch/Lenz

 

Die erste Gemeindeversammlung unter der Leitung des neu gewählten Gemeindepräsidenten Simon Willi, war mit 164 Stimmberechtigten sehr gut besucht.

 

 

Ferienresort „Aclas Ela“

Nachdem anlässlich einer kürzlich durchgeführten Orientierungsversammlung ausführlich über das Warme-Betten-Projekt informiert wurde, erfolgte an der gestrigen Gemeindeversammlung nochmals eine Präsentation des Projektes. Das Bündner Unternehmen Grischalpin wollte auf dem Gebiet „Tgampi Saura“ ein neues 4-Stern-Ferienresort mit „Warmen Betten“ realisieren. Mit dem Resort „Aclas Ela“ mit 75 Häusern und rund 450 zusätzlichen Betten sollte ein Zeichen gesetzt werden, um den Bettenrückgang zu stoppen und gegen den Zweitwohnungsbau. Zur Finanzierung der „Warme-Betten-Ferienhäuser“ wäre, wie in den kantonalen Regeln festgelegt, ein Maximum von 30% der Bruttogeschossfläche verkaufbar gewesen. Die restlichen 70% wären dann für die professionelle Bewirtschaftung zur Verfügung gestanden.

 

Aufgrund der Wertschöpfungsanalysen konnte damit gerechnet werden, dass aus den Ausgaben der Aclas Ela-Gäste jährlich über 5 Millionen Franken Zusatzumsatz in die lokale und regionale Wirtschaft geflossen wären. Der Gemeindevorstand unterstützte das Projekt einstimmig.

 

In der anschliessenden Diskussion meldeten sich zahlreiche Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu Wort. Teilweise wurde der Standort kritisiert und langfristig wäre der Betrieb des Ferienresorts nicht nachhaltig gesichert.

 

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mussten nicht direkt über das Projekt Aclas Ela abstimmen, sondern die Änderung des Zonen-, und Generellen Gestaltungsplan, des Generellen Erschliessungsplan, Teilrevision Aclas Ela sowie Änderung und Ergänzung von zwei Baugesetzartikeln.

 

Mit 96 Nein-Stimmen wurde die Änderung des Zonen- und Generellen Gestaltungsplan abgelehnt. 62 Personen haben dafür gestimmt. Damit erübrigten sich die weiteren Abstimmungen.

 

 

Wasserabgabe an die Gemeinde Tiefencastel

Mit 140 JA-Stimmen wurde der Grundsatzentscheid getroffen für den Anschluss der Gemeinde Tiefencastel an die Trinkwasserversorgung.

 

Damit die Projektierung ausgearbeitet werden kann, wurde ein Bruttokreditgesuch von CHF 30'000 der Gemeindeversammlung unterbreitet. Der Anteil pro Gemeinde beträgt Franken 15'000. Ohne Gegenstimme bewilligten 138 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Betrag.

 

 

 

Lantsch/Lenz, 24.05.2011                                  Gemeinde Lantsch/Lenz

                                                                        Ursin Fravi, Gemeindeschreiber